"Diabetes –
die große Gefahr für Herz, Kreislauf und Gefäße"



Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h. c. Diethelm Tschöpe

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

ich wende mich an Sie, um Ihnen die Stiftung "Der herzkranke Diabetiker" [DHD] in der Deutschen Diabetes-Stiftung vorzustellen.

Die meisten Menschen mit Diabetes werden durch Herzinfarkt oder Schlaganfall krank oder versterben. Leider haben zuckerkranke Menschen vom medizinischen Fortschritt hinsichtlich Ihrer Gefäßprognose nur unzureichend profitiert.

Die amerikanische Herz- und Diabetesgesellschaft haben der sich besorgniserregend zuspitzenden epidemiologischen Datenlage mit der Formulierung "Diabetes is a cardiovascular disease!" Rechnung getragen und meinen: akute ischämische Gefäßereignisse, d.h. die Unterbrechung der Blutzufuhr an lebenswichtige Organe stellt das eigentliche Erkrankungspotential dar, das Lebensqualität und Prognose der Patienten bestimmt.

 

Die Stiftung der "Der herzkranke Diabetiker" widmet sich schwerpunktmäßig diesem bislang unterschätzten Problem:

 

  • Die DHD ist korrespondierendes Mitglied der Nationalen Herz- Kreislaufkonferenz (NHKK) und sieht sich damit als gesundheitpolitischer Interessensvertreter der vielen zuckerkranken Menschen, die Probleme an Herz und Gefäßen entwickelt haben.
  • Der Förderpreis der Stiftung DHD stellt eine wichtige Motivation dar, durch Projektarbeit von der Versorgunsgebene bis zur Grundlagenforschung zur Problemlösung beizutragen.
  • Mittlerweile sind große Therapiestudien publiziert und wissenschaftlich interpretiert worden, die eine neue Sicht des Problems zuckerkranker Herzpatienten, aber auch der therapeutischen Notwendigkeiten erbracht haben. Die glukozentrische Betrachtungsweise verändert sich hin zur multifaktoriellen Sicht, sowohl auf Seiten der Pathophysiologie als auch der Therapie.

 

Die Stiftung DHD möchte daher durch ihre Öffentlichkeitsarbeit auch ein Stück Informationsdemokratie befördern, die die Patienten zu informierten Partnern in der Therapiepraxis, aber auch der gesundheitspolitischen Debatte macht. Es wird darauf ankommen, die Neustrukturierung unseres Gesundheitssystems zu nutzen, um zu einer breiten interdisziplinären Zusammenarbeit der beteiligten Disziplinen und Instanzen zu kommen, um einen multimodalen Therapieansatz zur aggressiven Gefäßprävention bei Diabetikern ("Risikofaktoren-Management") auf allen Ebenen nachhaltig umzusetzen.

 

Ich persönlich finde das Konzept überzeugend, über klinische Problemstellungen zu einer einvernehmlichen Zusammenarbeit von Verbänden und Fachgesellschaften im Interesse der betroffenen Patienten beitragen zu können. In diesem Sinne möchte ich Sie einladen die Aktivitäten der DHD zu begleiten und mit einer Spende zu unterstützen.

 

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h. c. Diethelm Tschöpe

Vorsitzender der Stiftung DHD

Ärztlicher Direktor Herz- und Diabeteszentrum NRW


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